Raerith

Montag, 10. Juni 2013

Raerith 8

Laute Schreie,
trotzdem bleibe ich einfach hier sitzen und tue nichts.
Die Tür fliegt auf und Raerith stürmt herein, er hat nur einen Arm. Seltsam, gestern hatte er noch zwei. Nichtmal diese Tatsache bringt mich dazu irgend eine Reaktion zu zeigen. Raerith humpelt zu mir herüber und zieht mich vom Bett. Er humpelt? Naja.
Er zieht mich zum Fenster und schiebt mich vor sich. Er hat Angst. Dass erkenne ich sofort. Die Tür fliegt auf und jemand stürmt ins Zimmer. Mit vollem Tempo rennt auf uns zu und stoppt im letzten Moment.
Es ist ein großer Mann. Er sieht so aus als müsste ich ihn kennen. Aber ich kann ihn nicht zuordnen. Seine Haare sind lang und sein Hemd zerissen. Jetzt wird mir klar warum Raerith mich so an sich presst. Er benutzt mich als menschliches Schutzschild.
Naja.
"Hanae!" Der fremde Mann keucht, warum kennt er meinen Namen? Ich kenne ihn ...
"He, du Abschaum lass sie los un kämpfe von Mann zu Mann mit mir!"
Warum ist Isac so alt?
"So, du willst sie also wiederhaben? Dabei ist nichts mehr dran an ihr. Nur noch Haut und Knochen. Ich bin mir nicht mal sicher ob sie überhaupt noch sprechen kann. Sie hat seit drei Jahren kein Wort mehr gesagt." Das ist Raeriths Stimme. Sein Griff wird immer fester und nimmt mir die Luft. Drei Jahre? Isac verschwimmt? Warum ... ?

"Hanae? Hanae, Oh mein Gott ..."
Isacs Stimme. Aber Isac ist tot. Siedend heiß fällt mir ein, dass das nie bewiesen wurde. Ich habe seine Leiche nie gesehen. Aber? Seit wann kann ich wieder klar denken? "Hanae, mach die Augen auf." Wie auf seinen Befehl hin starre ich ihn an. Isac.
Ein lebender Isac.
Ein Isac der ein paar Jahre älter aussieht als ich ihn in Erinnerung habe.
Tränen steigen ihm in die Augen und er nimmt mich in den Arm. "Oh, Hanae." Hinter ihm kann ich Raerith sehen. Er hat keinen Kopf mehr. Warum?
"Isac ... ...." Mehr bekomme ich nicht heraus.
Er nimmt mich auf den Arm und trägt mich aus dem Zimmer.Er geht einen Gang entlang und dann eine große Freitreppe hinunter. Unten stehen noch mehr Menschen. Was in aller Welt ist hier los? Müde fallen mir die Augen zu. Ich habe lange nicht mehr geschlafen fällt mir ein. Hier ist es so warm.
"Nachher erzähle ich dir alles," ist alles was ich noch mitbekomme bevor ich tief und fest einschlafe.

END
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Donnerstag, 23. Mai 2013

Raerith 7

Ich nehme die Welt nicht mehr wahr. Ich lasse jede Prozedur die man mir aufdringt über mich ergehen. Waschen. Essen. Schlafen. Seit meinem Erwachen mit einem Verband um meine Brust sind drei Wochen vergangen. Ich sitze in einem großen Zimmer auf einem weichen Bett. Aber das ist mir egal. Alles ist kalt. Isac ist fort. Ich habe ihn nicht mehr gesehen, seit er zusammengebrochen ist. Ob er tot ist, oder ob er durch ein Wunder gerettet wurde? Ich weiß es nicht.
Und das macht mir fertig. Diese Ungewissheit. Jeden Tag bete ich dafür, dass Isac noch lebt.
Schon wieder kommt ein Diener in meinen Kerker und stellt ein Tablett neben mich. Ich habe keinen Hunger. Ich will nicht essen. ABer das interessiert hier schon lange keinen mehr. Wenn ich nicht esse hält man mir den Mund auf und zwingt mich dazu. Alles ist so kalt. Mir ist kalt. Die Hände dieses Dieners sind kalt. Das Essen das er mir aufzwingt schmeckt nach nichts.
Warum lebe ich und Isac nicht mehr?
Das leben ist nicht Fair.
Ich will sterben. Aber ich kann nicht.

Jeden Tag sitze ich nur da und starre ins nichts. Leere. Weite. Kälte.
Manchmal kommt Raerith ins Zimmer und stellt sich vor mich. Er sieht nicht mehr wie Isac aus. Aber das ist gut so. Immer wenn er kommt starrt er mich an und Hält meine Hand. Er soll gehen. Gehen und sterben. Aber ich kann mich nicht rühren, nicht einmal sprechen.

Heute ist wieder ein Tag, an dem er kommen wird. Aber irgendetwas ist seltsam und ich kann nicht sagen was. Aber hier ist Lärm. Nicht unmittelbar bei mir. Aber es ist Laut.
Schreie.
...
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Montag, 6. Mai 2013

Raerith 6

Der Mann auf dem Thron war Isac. Vielleicht sollte ich eher sagen, er sah aus wie Isac. Denn, es war bestimmt nich Isac, er stand ja neben mir. Der Isac auf dem Thron war Raerith.
"Wilkommen, wilkommen, kleine Hanae." Er stand auf und kam auf mich zu. Ich konnte mich nicht bewegen. Raerith sah aus wie Isac, trug die selbe Kleidung wie Isac, sprach wie Isac. Er kam immer näher.
Was Isac in diesem kurzen Augenblick machte weiß ich nicht. Ich sah nur Raerith. Seine Augen. Seine Lippen. Seinen Körper. Es war als gäbe es nur noch mich und Isac.
Falsch! Das war nich Isac! Dieser Gedanke kostete mich sehr viel Kraft. Raerith kam näher uns sah mich lange an. Dann kam er noch näher und küsste mich. Seine Lippen waren warm. Als er sich von mir löste war er Isac. Mein Isac.
"Nein, Hanae. Das bin nicht ich!" Der falsche Isac neben mir protestierte und der richtige vor mir fluchte und stieß den falschen beiseite. Er zog einen Dolch aus seiner Tasche, den den ich ihm zu seinem letzten Geburtstag geschenkt hatte, und stach in seine Brust.
Nein! Nein, nein, nein, nein! Irgendetwas stimmte hier nicht. Wieso gab es Isac doppelt. Und warum ertach Raerith meinen Isac? Plötzlich war ich mir wieder schmerzlich bewusst welcher der Echte war.
Benommen rannte ich zu ihm und ging neben ihm auf die Knie.
"Isac, Isac, alles wird gut ich ...," weiter kam ich nicht. Isacs leere Augen starrten mich an und sein Körper erschlaffte. "Isac!" Meine Augen füllten sich mit Tränen und ich spürte kaum noch wie ein Dolch auch meine Brust durchstieß.
...
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Samstag, 4. Mai 2013

Raerith 5

Der Drang war unüberwindbar. Meine Füße liefen von selbst. Mein Gehirn dachte von selbst. Isac rief nach mir, glaube ich, aber ich verstand ihn nicht. Er war als ob diese Insel mich verschlucken wollte. Nur mich. Nicht Isac.
Ich kann mich nur noch erinnern plötzlich vor einem großen Tor gestanden zu haben. Wie ich dahin gekommen war weiss ich nicht, wahrscheinlich bin ich über die Brücke gelaufen.
Ganz leise öffneten sich die beiden großen Torflügel.
Tritt ein Hanae.
Komm zu mir.
Und ich trat ein. Es war als würde man mir auf den Hinterkopf schlagen. Ich fühlte eine seltsame Benommenheit und mir wurde schlecht. Ich übergab mich zu meinen Füßen. Kraftlos wie ich war merkte ich, dass Isac meine Hand hielt als ich gerade im Begriff war ohnmächtig zu werden. Er fing mich auf und trug mich zu einer Wand an die er mich lehnen konnte.
"Geht es dir gut? Du hast dich so seltsam benommen Hanae."
Sein Gesicht, so nah an meinem. Mein Herz pochte ununterbrochen. Mit einem Ruck rappelte ich mich wieder auf und sagte: "Es geht mir gut." Isac nahm das schweigend entgegen.
Ohne noch ein weiteres Wort miteinander gewechselt zu haben gingen wir die große Halle entlang. Wir wussten beide, dass es nur diesen Weg gab.
Die Decken waren hoch und oben wölbten sie sich. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Der Boden war spiegelglatt sodass wir uns darin spiegelten. Ein eisiger Luftzug lies mich erschaudern.
Hanae.
Am Ende der Halle erreichten wir ein weiteres Tor. Auch deises ohne Wachen. Wahrscheinlich brauchte so ein starker Dämon wie Raerith keine. Auch deises Tor öffnete sich lautlos und diesmal, so schien es, verspürte auch Isac dieses bezwängende Gefühl eintreten zu müssen.
Das Licht im Thronsaal war grell. Ich hatte noch nie einen Thronsaal gesehen, aber ich wusste genau was ich vor mir hatte.
Denn vor mir stand ein riesiger tiefschwarzer Thron. Aber das verstörende an dieser Szenerie war nicht dieser Thron, sondern derjenige der darauf saß.
"Isac."
...
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Mittwoch, 1. Mai 2013

Raerith 4

Eine Insel.
Keine Ahnung ob man sie so nehen konnte, aber es sah zumindest so aus. Scheinbar war sie mit dem Boden verbunden, aber das konnte man nicht sehen. Sie sah aus wie ein großer zerklüfteter Pfeiler auf dessen Spitze ein Schloss tronte.
Erlich gesagt was das Schloss sogar das imposanteste. Ein großes Violettes Gebäude aus Stein mit mindestens zwölf Türmen mit hohen Spitzen Dächern. In der Mitte wölbte sich eine große gläserne Kuppel.
"Wow." War das Erste was Isac und mir gleichzeitig entfuhr.
Komm.
Weiter rechts sah ich eine große schmale Brücke. Das Schlimmste an ihr war, dass sie kein Geländer besaß.
Aber sie zog mich an. Ich konnte nicht da stehen bleiben, ich musste einfach zu ihr hin laufen. Wie in einem Sog eilte ich auf sie zu.
Komm.
"Hanae! Bleib hier! Was soll das?" Weit entfernt hörte ich Isacs Stimme, aber ich konnte ihn nicht verstehen. Das Einzige was ich wollte, war über diese Brücke zu gehen.
Komm. Komm zu mir Hanae.
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Dienstag, 30. April 2013

Raerith 3

Ich schlief schlecht.
Am nächsten Morgen erwachte ich davon, dass Isac sich bewegte. Ich öffnete die Augen und bemerkte, dass mein Kopf mittlerweile auf sienem Schoss lag. Er hatte seine Hand auf meinen Kopf gelegt und strich mir die Haare aus dem Gesicht.
"Guten Morgen." Er versuchte zu lächeln, aber es sah etwas seltsam aus. Es hatte etwas schmerzliches.
"´morgen," war das Einzige was ich zustande brachte. Steif versuchte ich auf zu stehen. Gar nicht so einfach wenn man die ganze Nacht so verkrampft geschlafen hatte wie ich.
"Du hast im Schlaf geweint." Er ließ meine Hand nicht los.
"Was?" Hatte er mich etwa beobachtet? Dieser ... !
Bevor ich meine gemeinen Gedanken zu Ende spinnen konnte zog er mich an sich und küsste mich. Seine Lippen fühlten sich weich und warm an. Am liebsten wäre ich ewig so geblieben, aber viel zu schnell löste er sich von mir.
"Tut mir leid."
Er lies meine Hand los und lief los. Dafür hättest du dich doch nicht entschuldigen müssen du Dummkopf!
Ich trottete hinter ihm her und spürte wie mir eine Träne über die Wange lief. Dummkopf.

Lange trotteten wir nicht schweigsam hinter einander her. Der Grund dafür war ein riesiger Abhang. Er viel soweit ab, dass man den Boden nicht sehen konnte, geschwiege denn die andere Seite.
Aber eines gab es, dass wir sahen.
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Montag, 29. April 2013

Raerith 2

Das war einfacher als gesagt. In einer seltsamen Umgebung zu überleben ist das eine, aber in einer Umgebung zu überleben die einen geradewegs ins Verderben stürzt ist etwas anderes.
Ich hatte schon vieles über diesen Ort gehört. Zwar ist noch nie jemand zurückgekehrt, doch die Leute erzählten alles Mögliche. Die meisten meinten alles sei dunkel und böse, die anderen behaupteten hier gäbe es nur wunderschöne Jungfrauen. Wer sollte so etwas denn bitte glauben?
Aber die meisten waren sich einig: Man konnte hingehen wo hin man wollte, die Richtung einschlagen die man wollte, die Dunkelheit würde einen immer zu Raeriths Schloss führen. Kein entkommen.
Ich hoffte inständig, dass das nicht stimmte. Dann könnte ich wenigstens noch ein bisschen weiterleben, zusammen mit Isac ... Aber jetzt war es zu spät, jetzt würde nicht einmal er einmal weiter leben können.
"Du solltest dir nicht so zu Herzen nehmen, dass man dich ausgewählt hat."
"Das ist reichlich schwer. Es ist einfach ein elternloses Mädchen zu ofern, anstatt seine Angehörigen."
"Wohl wahr." Jetzt schwieg er. Vielleicht hatte er ja gemerkt wie unglaubwürdig das war. Man hatte mich genau aus diesem Grund geopfert. Keiner kümmerte sich um Waisen. Sie hätten zwar alles getan damit die Dunkelheit das Dorf verschonte, aber so war es für alle das Einfachste. Außer für mich. Aber das interessierte eh niemanden.
Außer vielleicht Isac. Warum war er mir gefolgt?
Hand in Hand gingen wir weiter. Wir erreichten den Wald und liefen geradewegs hinein. Nirgends gab es einen Weg oder einen Pfad. Trotzdem war das vorankommen nicht allzu schwer, da es kein ordentlich dichtes Gestrüpp gab.
Ich fror. Sobald die Helligkeit verschwand wurde es kalt. Nicht, dass ich eine Sonne am Himmel gesehen hätte, aber es wurde dunkel. Und kalt.
Das einzige was ich trug waren leichte Sandalen und ein Kleid. Man opferte schließlich nichts hässliches.
"Lass uns hier übernachten," sagte Isac.
Wahrscheinlich war das hier der beste Ort dazu, dachte ich mir. Eine kleine Lichtung mit Moos. Wenigstens hatten wir es bequem. "Hier!" Isac gsb mir seine Jacke und ich nahm sie wortlos an. Mir war nicht gerade danach mich mit ihm zu streiten, außerdem machte sie es mir ein bisschen erträglicher. Ich setzte mich auf den Boden und Isac gesellte sich genau daneben. Er legte mir den Arm um meine Schultern und zog mich an sich. Ich genoss seine Wärme und war kurz darauf eingeschlafen.
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Sonntag, 28. April 2013

Raerith 1

"Geh nicht!"
Das waren die letzte Worte die ich hörte bevor ich in der Dunkelheit verschwand. Sie verschluckte mich regelrecht, schmiegte sich an meine nackten Arme. Ich fror, aber ich konnte nicht mehr zurück, ich war schon viel zu weit gegangen.
Nach einem kurzen Moment lichtete sich das Dunkel und ich stand in einer Weite aus blauem Gras und grünem Himmel. Die Blumen waren weiß und die Wolken bunt. Irgendetwas schien hier sehr schief gelaufen zu sein. Vorsichtig lief ich weiter und blieb mit meinem Kleid an einem weißen Dornbusch hängen.
Eine seltsame Welt.
Auf der anderen Seite der Wiese konnte ich einen Wald ausmachen. Grüne Stämme und Braune Blätter, irgendwie sah es so aus als wären die Bäume krank.
Zielstrebig ging ich voran und achtete nicht auf den Busch der mein Kleid zerreiss.
Eine Hand hielt mich fest. Erschrocken drehte ich mich um und sah Isacs gesicht. Er war mir also doch gefolgt, was für ein Blödmann.
"Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich dich allein gehen lasse, oder?"
Nein, aber ich hatte gehofft, dass er dort blieb, in Sicherheit. Wütend auf meinen besten Freund lief ich weiter voran durch das weiche blaue Graus. Leichtfüßig kam Isac mir hinterher.
"Seltsam ist es hier."
Ja, dass kannst du laut sagen. Aber was will man von einer alles verschlingenden Dunkelheit auch anderes erwarten? Nichts. Ok, ich hatte geglaubt hier lägen überall Knochen und Gebeine herum und überall würden gefräßige Bestien lauern. Zum Glück sah es hier sehr harmlos aus. Trotzdem, der Schein trügt immer.
Isac nahm meine Hand undzog mich näher zu ihm, ich musste stehen bleiben.
"Wir überleben das hier beide, hast du das verstanden?"
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