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Freitag, 12. Juli 2013

Fenster

Der Wind weht durch die Bäume und ich wünschte ich säße da draußen und könnte ihn spüren. Den Wind. Die Grünen Blätter. Der Geruch des Lebens. Aber ich sitze hier in einem Stickigen Raum und zwischen mir und der Freiheit ist eine große Glasscheibe. Ein Fenster.
Das Fenster trett uns. Es trennt nicht nur Orte, es trennt auch Welten. Meine kleine stickige, graue Welt und die grüne, weite Freiheit. Wie gern würde ich dort sein, aber ich bin nicht hier. Ich bin auf der anderen Seite. Der Wind weht wieder, aber hier regt sich kein Lüftchen. Die Verschiedenheit dieser beiden Welten ist atemberaubend. Auf einer Seite nichts als Frische und auf der anderen Seite nur grauer Beton und ich. Das Fenster ist schmutzig. Die Gegebenheiten dieser beiden Welten haben ihm zu schaffen gemacht. Von außen schlägt Regen dagegen und von innen wird es von Fingern begrabscht. Armes kleines Fenster. Aber heute scheint die Sonne. Sie scheint so stark, dass man jeden einzelnen Fleck bewundern kann den das Fenster über sich ergehen lassen musste.
Armes kleines Fenster. Es sieht zwei Welten. Die Welt draußen. Die Welt drinnen.
Und doch gehört es zu keiner.

END by Mimo-Chan
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