Dienstag, 30. April 2013

Raerith 3

Ich schlief schlecht.
Am nächsten Morgen erwachte ich davon, dass Isac sich bewegte. Ich öffnete die Augen und bemerkte, dass mein Kopf mittlerweile auf sienem Schoss lag. Er hatte seine Hand auf meinen Kopf gelegt und strich mir die Haare aus dem Gesicht.
"Guten Morgen." Er versuchte zu lächeln, aber es sah etwas seltsam aus. Es hatte etwas schmerzliches.
"´morgen," war das Einzige was ich zustande brachte. Steif versuchte ich auf zu stehen. Gar nicht so einfach wenn man die ganze Nacht so verkrampft geschlafen hatte wie ich.
"Du hast im Schlaf geweint." Er ließ meine Hand nicht los.
"Was?" Hatte er mich etwa beobachtet? Dieser ... !
Bevor ich meine gemeinen Gedanken zu Ende spinnen konnte zog er mich an sich und küsste mich. Seine Lippen fühlten sich weich und warm an. Am liebsten wäre ich ewig so geblieben, aber viel zu schnell löste er sich von mir.
"Tut mir leid."
Er lies meine Hand los und lief los. Dafür hättest du dich doch nicht entschuldigen müssen du Dummkopf!
Ich trottete hinter ihm her und spürte wie mir eine Träne über die Wange lief. Dummkopf.

Lange trotteten wir nicht schweigsam hinter einander her. Der Grund dafür war ein riesiger Abhang. Er viel soweit ab, dass man den Boden nicht sehen konnte, geschwiege denn die andere Seite.
Aber eines gab es, dass wir sahen.
...
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Montag, 29. April 2013

Raerith 2

Das war einfacher als gesagt. In einer seltsamen Umgebung zu überleben ist das eine, aber in einer Umgebung zu überleben die einen geradewegs ins Verderben stürzt ist etwas anderes.
Ich hatte schon vieles über diesen Ort gehört. Zwar ist noch nie jemand zurückgekehrt, doch die Leute erzählten alles Mögliche. Die meisten meinten alles sei dunkel und böse, die anderen behaupteten hier gäbe es nur wunderschöne Jungfrauen. Wer sollte so etwas denn bitte glauben?
Aber die meisten waren sich einig: Man konnte hingehen wo hin man wollte, die Richtung einschlagen die man wollte, die Dunkelheit würde einen immer zu Raeriths Schloss führen. Kein entkommen.
Ich hoffte inständig, dass das nicht stimmte. Dann könnte ich wenigstens noch ein bisschen weiterleben, zusammen mit Isac ... Aber jetzt war es zu spät, jetzt würde nicht einmal er einmal weiter leben können.
"Du solltest dir nicht so zu Herzen nehmen, dass man dich ausgewählt hat."
"Das ist reichlich schwer. Es ist einfach ein elternloses Mädchen zu ofern, anstatt seine Angehörigen."
"Wohl wahr." Jetzt schwieg er. Vielleicht hatte er ja gemerkt wie unglaubwürdig das war. Man hatte mich genau aus diesem Grund geopfert. Keiner kümmerte sich um Waisen. Sie hätten zwar alles getan damit die Dunkelheit das Dorf verschonte, aber so war es für alle das Einfachste. Außer für mich. Aber das interessierte eh niemanden.
Außer vielleicht Isac. Warum war er mir gefolgt?
Hand in Hand gingen wir weiter. Wir erreichten den Wald und liefen geradewegs hinein. Nirgends gab es einen Weg oder einen Pfad. Trotzdem war das vorankommen nicht allzu schwer, da es kein ordentlich dichtes Gestrüpp gab.
Ich fror. Sobald die Helligkeit verschwand wurde es kalt. Nicht, dass ich eine Sonne am Himmel gesehen hätte, aber es wurde dunkel. Und kalt.
Das einzige was ich trug waren leichte Sandalen und ein Kleid. Man opferte schließlich nichts hässliches.
"Lass uns hier übernachten," sagte Isac.
Wahrscheinlich war das hier der beste Ort dazu, dachte ich mir. Eine kleine Lichtung mit Moos. Wenigstens hatten wir es bequem. "Hier!" Isac gsb mir seine Jacke und ich nahm sie wortlos an. Mir war nicht gerade danach mich mit ihm zu streiten, außerdem machte sie es mir ein bisschen erträglicher. Ich setzte mich auf den Boden und Isac gesellte sich genau daneben. Er legte mir den Arm um meine Schultern und zog mich an sich. Ich genoss seine Wärme und war kurz darauf eingeschlafen.
...
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Sonntag, 28. April 2013

Raerith 1

"Geh nicht!"
Das waren die letzte Worte die ich hörte bevor ich in der Dunkelheit verschwand. Sie verschluckte mich regelrecht, schmiegte sich an meine nackten Arme. Ich fror, aber ich konnte nicht mehr zurück, ich war schon viel zu weit gegangen.
Nach einem kurzen Moment lichtete sich das Dunkel und ich stand in einer Weite aus blauem Gras und grünem Himmel. Die Blumen waren weiß und die Wolken bunt. Irgendetwas schien hier sehr schief gelaufen zu sein. Vorsichtig lief ich weiter und blieb mit meinem Kleid an einem weißen Dornbusch hängen.
Eine seltsame Welt.
Auf der anderen Seite der Wiese konnte ich einen Wald ausmachen. Grüne Stämme und Braune Blätter, irgendwie sah es so aus als wären die Bäume krank.
Zielstrebig ging ich voran und achtete nicht auf den Busch der mein Kleid zerreiss.
Eine Hand hielt mich fest. Erschrocken drehte ich mich um und sah Isacs gesicht. Er war mir also doch gefolgt, was für ein Blödmann.
"Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich dich allein gehen lasse, oder?"
Nein, aber ich hatte gehofft, dass er dort blieb, in Sicherheit. Wütend auf meinen besten Freund lief ich weiter voran durch das weiche blaue Graus. Leichtfüßig kam Isac mir hinterher.
"Seltsam ist es hier."
Ja, dass kannst du laut sagen. Aber was will man von einer alles verschlingenden Dunkelheit auch anderes erwarten? Nichts. Ok, ich hatte geglaubt hier lägen überall Knochen und Gebeine herum und überall würden gefräßige Bestien lauern. Zum Glück sah es hier sehr harmlos aus. Trotzdem, der Schein trügt immer.
Isac nahm meine Hand undzog mich näher zu ihm, ich musste stehen bleiben.
"Wir überleben das hier beide, hast du das verstanden?"
...
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Dienstag, 23. April 2013

Gestern & Heute II

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, war ich froh dass er da war. Er hat mir gezeigt, dass ich nicht einsam bin. Aber das war mir in dem Moment nicht klar. Ich starrte ihn einfach nur perplex an und wunderte mich. Die ganze Zeit war ich einfam und habe niemanden in dieser Weite gesehen. Nicht einmal ein kleines Insekt und jetzt spaziert dieses Kaninchen einfach neben mich und starrt in die Ferne.
Lange saßen wir so da und beachteten uns nicht. Ich hatte viel Zeit über alle Nachzudenken. Mein Leben. Meine Familie. Meine Freunde. Einfach über mein ganzes dasein.

Heute denke ich vorsichtig an diese Zeit zurück. Ich bin nicht mehr auf der Wiese, nicht mehr in dieser Weite und nicht mehr in dieser Unendlichkeit. Auch meinen Stuhl habe ich nie wieder gefunden.
Trotzdem, diese Zeit hat mir geholfen über mein Leben nachzudenken. Über den Zweck. Über mein Verhalten.
Ich bin mir sicher ich weiß nun besser was richtig oder falsch, gut oder böse ist.
Heute habe ich beschlossen mein Leben zu ändern.

END by Mimo-Chan

Montag, 22. April 2013

Gestern & Heute I

Gestern saß ich auf einem Stuhl weit entfernt der Realität.
Weiches Gras umspielte meine Füße und die Blumen dufteten lieblich. Als ich aufstand und mich langsam von dem Stuhl entfernte sah ich den wolkkenlosen blauen Himmerl und die unendliche Weite.
Bis in die Unendlichkeit erstreckt sie sich, bedeckt mit Gras und Blumen.
Unendlichkeit ist etwas großes, nicht fassbares. Als ich so da stand konnte ich es nicht begreifen, es nicht fassen. Die Unendlichkeit erschien mir so weit.
Ich lief und lief und lief und kam nirgends an. Ich entfernte mich nur von meinem Stuhl.
Irgendwannn ließ ich mich fallen und betrachtete die Unendlichkeit des Himmels. Auch er hatte keinen Anfang und kein Ende. Er bestand nur aus purer Weite. Er fing nirgends an und hörte nirgends auf.
Diese Weite machte mir Angst. Angst verloren zu sein. Angst meinen Ausgangspunkt nicht mehr zu finden. Angst vergessen zu sein.
Verloren wie ich war lag ich einfach nur herum. Irgendwo in der Unendlichkeit zwischen Himmel und Erde.
Das Kaninchen bemerkte ich erst gar nicht, doch es war da. Langsam setzte es sich neben mich und starrte mit mir in die Ferne.
...
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Sonntag, 7. April 2013

Winter 2013

Warm.
Die Sonne brennt herab aber das stört mich nicht. Ich sauge die Wärme in mich auf und genieße sie.
Das Gras umspielt meinen Körper und kitzelt mich immer wieder. Der Boden ist kühl.
Vögel zwitschern in den Bäumen und die Wolken lassen sich nicht blicken, der Himmel ist klar und blau.

Genau das wünsche ich mir. Wo ist der Sommer? Wo ist die Wärme?
Mir ist kalt.

END by Mimo-Chan

Mittwoch, 3. April 2013

Welt III

Man kann nicht wirklich sagen, ob das böse oder hämisch gemeint ist. Was ich aber hundert prozentig weiß ist, dass es nicht nett gemeint ist.
Menschen die kein Rot und Grün, Violett und Pink sehen sind anders.
So sehen wir das.
Sie sehen uns als anders.
Anders und normal.
normal und anders.
Sie und wir.
Wir und Sie.
Wir werden uns wohl nie verstehen. Wir sehen die Welt unterschiedlich.
Sie leben ihr leben und wir leben unser leben. Noch leben wir in den gleichen Städten, wie lange das noch so geht weiß keiner.
Aber lang geht das nicht mehr gut.
Deshalb verlasse ich diesen Ort.
Diesen Ort und diese Welt.
Diesen Platz und diese Stadt.
Meine Füße tragen mich weit, in eine ungewisse Zukunft.
Weit weit weg.
Vor mir entfaltet sich eine andere Welt.
Eine Welt in der alles bunt ist.
Eine Welt die UNS gehört.

END by Mimo-Chan

Mittwoch, 20. März 2013

Welt II

Wenn man in einen Laden geht erkennen sie dich sofort.
Ich weiss nicht ob wir uns anders verhalten. Ob wir trippeln oder schleichen. Oder irgendwelche andere Dinge tun. Dinge, die sie nicht tun.
Sie sehen die Unterschide.
Sie und wir.
Wir und sie.
Vielleicht sehen sie unsere innere Einstellung? Sie beobachten dich während du die Regalreihen entlanggehst. Während du etwas suchst.
Gehst du dann mit deiner Cola zum Verkäufer sieht er dich schräg an.
Selbst die Cola ist immer schräg. Jedes Mal hat die Verpackung eine andere Farbe. Als ob den Herstellern nie gesagt wurde, dass es auch andere Menschen auf der Welt gibt.
Manchmal sind sie Grün manchmal Gelb.
Violett oder Rot.
Wenn du dann also mit deiner quitschbunten COla vor dem Verkäufer stehst starrt dieser dich erst einmal an.
Ein Färber.
So werden wir genannt.
Färber.
...
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